Zwei klare Nein und drei starke Listen für den 14. Juni

An ihrem Parteitag hat die SP Kanton Glarus die Parolen für die Volksabstimmung vom 14. Juni 2026 gefasst. Sie sagt klar nein zur zerstörerischen SVP-Initiative und zum Abbau des Zivildienstes. Bei den gleichzeitigen Landratswahlen tritt die Sozialdemokratische Partei mit insgesamt 49 motivierten Kandidierenden an.

Nein zum Angriff auf die Schweiz

Die Initiative «Keine 10-Millionen-Schweiz!» erzwingt die Kündigung der bilateralen Verträge mit der EU, wenn die Bevölkerung um vier Prozent wächst. Dabei ist die Schweiz auf stabile Beziehungen zu Europa angewiesen. Die zerstörerische SVP-Initiative ist ein Angriff auf die Kaufkraft der Bevölkerung, gefährdet das Überleben von exportierenden KMUs und vernichtet Arbeitsplätze. Ohne Bilaterale fällt auch der Lohnschutz weg, wodurch Löhne und Renten sinken, und Menschen, die in der Schweiz leben und arbeiten, werden zu Menschen zweiter Klasse gemacht.

Die SP hat im Januar mit einer Interpellation nach den Auswirkungen der SVP-Initiative auf den Kanton Glarus gefragt. In seiner Antwort vom 7. Mai 2026 warnt der Glarner Regierungsrat vor den negativen Folgen: «Zwar schafft der kantonale Richtplan bereits die Basis für ein verträgliches Wachstum, doch eine starre Obergrenze gefährdet die wirtschaftliche Substanz. Ein eingeschränkter Zugang zu ausländischen Fachkräften würde die Rekrutierung im Pflegebereich und in der spezialisierten Industrie massiv erschweren.» Laut Regierungsrat droht auch die Abwanderung von Unternehmen. Zusammen mit den anderen Ostschweizer Kantonen lehnt der Kanton Glarus die Initiative klar ab.

Im überparteilichen Glarner Nein-Komitee betont SP-Vertreter Werner Kälin: «Im Glarnerland können wir uns ein Ja zur SVP-Initiative nicht leisten. Sie ist weder nachhaltig noch löst sie wirtschaftliche, soziale oder ökologische Probleme in unserem Land und in unserer Region. Zudem passt die fremdenfeindliche Haltung dahinter nicht zum Kanton Glarus: Sie schränkt die Leistungsfähigkeit und Teilhabe der Menschen ein – im Glarnerland sind wir aber auf den Beitrag aller angewiesen und sorgen deshalb füreinander.» Mit einem eigenen Statement für ein Nein zur Initiative «Keine 10-Millionen-Schweiz!» können sich alle Interessierten auf der Webseite der Nein-Allianz engagieren.

Für die SP ist klar: Wer die Errungenschaften der Generationen in der Schweiz seit dem Ende des zweiten Weltkriegs bewahren will, die Schweiz und das Glarnerland liebt und die Vielfalt als historische schweizerische Realität und traditionelles Glarner Erfolgsrezept anerkennt, legt mit der SP und dem Kanton Glarus ein überzeugtes Nein in die Urne oder ins Abstimmungscouvert.

Nein zum Angriff auf den Zivildienst

Vor lauter 10-Millionen-Schweiz steht nebst dem Frauenstreik auch die zweite Abstimmungsvorlage vom 14. Juni im Hintergrund. Sie baut den Zivildienst ab. Zivildienstleistungen sind aber unverzichtbar – in Spitälern, Alters- und Pflegeheimen, Schulen, beim Natur- und Umweltschutz sowie in der Land- und Alpwirtschaft. Das neue Zivildienstgesetz würde diese Leistungen massiv abbauen, obwohl sie dringend gebraucht werden. Junge Menschen dürfen aus Sicht der SP nicht davon abgehalten werden, sich für die Gemeinschaft einzusetzen. Wie die zerstörerische SVP-Initiative richtet auch die Änderung des Zivildienstgesetzes viel Schaden an: Die Vorlage schadet Senior:innen und Schüler:innen, gefährdet den Naturschutz und die Biodiversität und erschwert den sinnvollen Dienst an der Gemeinschaft.

Für ein stabiles Morgen

Die SP setzt sich auch im Landrat für ein stabiles Morgen im Kanton Glarus ein. Das bedeutet, zu fördern, was Bestand hat: faire Löhne für ehrliche Arbeit, bezahlbare Krankenkassenprämien, ein funktionierendes Spital in erreichbarer Nähe und Unterstützung, wenn das Leben aus dem Gleichgewicht gerät. Sie engagiert sich für eine Politik, die bewahrt, was trägt, und dort verbessert, wo der Alltag schwieriger geworden ist. Gesunder Menschenverstand, Fairness und Verantwortung leiten das Handeln der SP-Fraktion im Landrat.

Drei starke Listen für die Landratswahlen

In Glarus Nord kandidieren auf Liste 7 alle Bisherigen wieder: Sabine Steinmann (Oberurnen), Samuel Zingg (Mollis), Priska Grünenfelder (Niederurnen) und Benjamin Kistler (Niederurnen). Auf den insgesamt 28 Listenplätzen kandidieren weitere 19 Personen, unter Ihnen Dominik Chimenti (Niederurnen, neu) im Spitzenteam mit den Bisherigen.

In der Gemeinde Glarus kandidieren auf Liste 1 die beiden Bisherigen wieder: Sarah Küng (Glarus) und Werner Kälin (Ennenda). Auf den insgesamt 18 Listenplätzen kandidieren weitere 12 Personen, unter ihnen Carmen Tellenbach (Glarus, neu), Nikolai Jenny (Riedern, neu) und Christian Brülhart (Netstal, neu) im Spitzenteam mit den Bisherigen.

In Glarus Süd treten auf Liste 8 zwei Neue, Susanna Schiesser und Mauro Sana, in die Fussstapfen von Hans Rudolf Forrer und Rahel Nassim Isenegger, die aus dem Landrat zurücktreten. Auf den insgesamt 14 Listenplätzen kandidieren zehn weitere Neue.